CDU-Ministerpräsident Böhmer warnt vor Gesundheitsprämie
Mittwoch, 13. Januar 2010
Wolfgang Böhmer /dpa
Frankfurt/Main – Die von der FDP geplante Einführung einer einkommensunabbhängigen Gesundheitsprämie stößt in der CDU auf massiven Widerstand. „Ich kann nicht sehen, dass dieses theoretisch durchaus interessante Modell in absehbarer Zeit umgesetzt werden kann“, sagte der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer (CDU), der „Frankfurter Rundschau“ vom Mittwoch.
Er halte das Vorhaben für zu „riskant“. Die Gesundheitspauschale sei nämlich nur mit einem Sozialausgleich aus Steuermitteln denkbar. Dafür habe der Bund angesichts der Haushaltslage aber keine Mittel. „Damit würde die Belastung der Versicherten steigen und die Prämie unzumutbar hoch ausfallen“, sagte Böhmer. Er plädiere daher für eine Beibehaltung des Systems, „dass diejenigen, die mehr verdienen, auch höhere Krankenkassenbeiträge bezahlen“.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie
registriert sein.
Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.