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Medizin

Gesundheitsrisiken durch Autoabgase bestätigt

Mittwoch, 13. Januar 2010

Boston – Autoabgase können bei Kindern Asthmaanfälle auslösen. Sie beinträchtigen vermutlich auch die Lungenfunktion und begünstigen die Atherosklerose. Zu dieser Einschätzung kommt das Health Effects Institute in Boston in einem umfangreichen Gutachten.

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Der Report des Health Effects Institute wurde zu gleichen Teilen von der Industrie und der Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) gesponsert, was die Voreingenommenheit der beauftragten Wissenschaftler auf eine Minimum reduzieren soll.

Das Team um Ira Tager von der Berkeley School of Public Health sichtete mehr als 700 Studien. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass 30 bis 45 Prozent der US-Bevölkerung gesundheitliche Nachteile durch die Emissionen der Kraftfahrzeuge hat. Es handelt sich um jene Menschen, die weniger als 300 bis 500 Meter von der nächsten viel befahrenen Straße entfernt leben.

Dass die erhöhte Schadstoffbelastung in der Luft bei Kindern Exazerbationen einer Asthmaerkrankungn auslösen kann, ist für die Forscher ausreichend belegt (“evidence is sufficient”). Etwas weniger gut ist die Beweislage für die Verursachung der Asthmaerkrankung selbst und anderen Atemwegserkrankungen sowie für die Einschränkungen der Lungenfunktion und einer Steigerung der kardiovaskulären Morbidität und Mortalität im Erwachsenenalter.

Die Experten sprechen hier von schlüssigen Beweisen “suggestive evidence”, die Daten seien aber nicht ausreichend, um eine Kausalität abschließend zu begründen. Dies liegt vor allem daran, dass die Bewohner in der Umgebung viel befahrener Straßen nicht nur durch die Abgase, sondern auch durch Lärm und häufig durch eine schlechtere Qualität der Wohnungen im Nachteil sind.

Die Bewohner aus den unteren Bevölkerungsschichten zeichnen sich außerdem häufiger durch eine ungesunde Lebensweise aus. Die einzelnen Faktoren sind nach Einschätzung der Wissenschaftler schwer voneinander zu trennen. © rme/aerzteblatt.de

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