Hamburg – Jeder dritte Schüler in Deutschland im Alter zwischen zehn und 21 Jahren leidet regelmäßig unter Stress-Symptomen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag der DAK hervor. Betroffen sind dabei vor allem Mädchen, 40 Prozent der Schülerinnen haben laut Studie mehrmals in der Woche psychosomatische Beschwerden.
Die befragten Schüler nannten als häufigste Beschwerden Einschlafprobleme (22 Prozent), Gereiztheit (21 Prozent) sowie Kopf- und Rückenschmerzen (jeweils 16 Prozent). Über Niedergeschlagenheit klagten 14 Prozent der Befragten. Es folgten Nervosität (11 Prozent), Schwindelgefühle (9 Prozent) und Bauchschmerzen (8 Prozent).
Jeder zehnte Schüler berichtete, dass er täglich zwei oder mehr Beschwerden hat. „Die Gesundheit vieler Jungen und Mädchen leidet unter schulischen Belastungen“, erklärt Cornelius Erbe, Leiter des DAK-Geschäftsbereiches Produktmanagement.
„Wird falsch auf diese Belastungen reagiert, können negative Gefühle und psychosomatische Beschwerden entstehen“, so Erbe. Wichtig sei, dass Lehrer und Eltern die Probleme offen angingen, Schweigen und Verdrängen mache alles noch schwieriger.
Zudem traten in der Studie deutliche Geschlechtsunterschiede hervor. So berichteten Mädchen (38,2 Prozent) fast doppelt so häufig wie Jungen (21,3 Prozent) von psychosomatischen Beschwerden. Bei einzelnen Symptomen war der Unterschied noch gravierender: Während zum Beispiel 25,3 Prozent der Mädchen über Kopfschmerzen klagten, waren es bei den Jungen lediglich 8,4 Prozent.
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