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Medizin

Tödlicher Milzbrand bei Heroinkonsumenten

Freitag, 15. Januar 2010

Berlin – In Aachen ist kürzlich ein Heroinabhängiger an einer kutanen Milzbrandinfektion gestorben. Das Robert-Koch-Institut vermutet, dass die Erreger mit Injektionsnadel oder der Droge in den Körper gelangt ist. Sie schließt einen Zusammenhang mit mehreren Todesfällen in Schottland nicht aus.

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Von dort seien in den letzten Wochen wiederholt Fälle von Milzbrand nach i.v.-Heroinkonsum aufgetreten, heißt es in der Pressemitteilung. Die schottischen Behörden hätten bislang Kenntnis von 14 Fällen, von denen 7 tödlich verliefen. Soweit bekannt hätte der in Aachen gestorbene Konsument keine direkte Verbindung nach Schottland gehabt.

Die gemeinsame Herkunft einer kontaminierten Droge sei aber nicht auszuschließen. Das Robert Koch-Institut rät den Ärzten bei entsprechender Anamnese und klinischem Bild frühzeitig einen Milzbrand differenzialdiagnostisch in Erwägung zu ziehen und bereits bei Verdacht eine Antibiotikatherapie einzuleiten, welche die Prognose der Infektion deutlich verbessern könne.

Bei dem 42 Jahre alten Drogenabhängigen aus Aachen kam jede Hilfe zu spät. Er war am 6. Dezember wegen ödematöser Veränderungen im Injektionsbereich (Kniekehle) und Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose stationär aufgenommen worden.

Eine Computertomographie des Unterschenkels zeigte eine Muskelnekrose mit drohendem Kompartmentsyndrom. In der Folge war eine chirurgische Faszieneröffnung im Bereich des Unter- und Oberschenkels erforderlich, später auch im abdominellen Bereich. Ohne Erfolg. Der Patient starb am 13.12.2009 an einem Multiorganversagen. © rme/aerzteblatt.de

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adonis
am Montag, 18. Januar 2010, 08:43

Holland hat wohl das gleiche Problem.

Dort sind auch Drogenabhängige an an Anthrax verstorben. Man sollte schnell fahnden, was die Ursache ist, sonst gibt es noch mehr Tote.
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