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| ddp |
Insgesamt haben 2009 bundesweit 1.217 Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet. Das sind 19 Spender mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Organspender pro eine Million Einwohner hat sich mit 14,9 gegenüber dem Vorjahr (14,6) kaum bewegt. Gleichzeitig ist die Zahl der gespendeten Organe um 48 auf 3.897 zurückgegangen. Die Zahl der Transplantationen blieb mit 4.050 unverändert.
Laut DSO soll sich der Bundestag in Kürze mit dem Thema
befassen, weil dem Gesundheitsausschuss ein 778 Seiten starker „Bericht zur
Situation der Transplantationsmedizin in Deutschland“ vorliegt. Erstellt hat
ihn das Berliner Forschungsinstitut IGES. Der Bericht zieht ein ernüchterndes
Fazit über die Aufklärung der Bevölkerung.
Das Wissen zum Thema Organspende sei
gering. Es fehle eine einheitliche Kommunikationsstrategie. Dazu passe, dass
lediglich 14 bis 17 Prozent der Bürger einen Organspendeausweis hätten. In den
Familien werde über das Thema zu wenig gesprochen, heißt es in dem Bericht.
Immer häufiger sei den Angehörigen ein Wille des möglichen Spenders nicht
bekannt.
aerzteblatt.de |
Auch in Nordrhein-Westfalen stagnierte 2009 die Zahl der
Organspenden bei knapp 260 Spenden, nachdem sie in den Vorjahren stetig
gestiegen war. „Das ist eine bedenkliche Tendenz“, sagt der Präsident der
Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst.
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