Internisten für offene Diskussion über Priorisierung
Dienstag, 19. Januar 2010
Wiesbaden – Der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI)
bestätigt die Warnung der Bundesärztekammer (BÄK) vor einer heimlichen
Rationierung im Gesundheitswesen. BDI-Präsident Wolfgang Wesiack fordert die
Politik auf, Verantwortung zu übernehmen und die Entscheidung, welche
Behandlungsmethoden welchen Patienten zugänglich gemacht würden, nicht den
Ärzten aufzubürden.
„Eine Priorisierung ist dringend notwendig, um verdeckte
Rationierung zu vermeiden“, so Wesiack. Seiner Einschätzung zufolge ist die
Politik durchaus zur Priorisierung imstande. Dies habe der Impfplan zur
Schweinegrippe gezeigt. „Jedem leuchtet ein, dass es für eine begrenzte Menge
Geld nicht unbegrenzte Leistungen geben kann“, sagt der BDI-Präsident.
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