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Mehr Feinstaub und zuviel Stickstoffdioxid in der Luft

Mittwoch, 20. Januar 2010

Berlin –  Die Luft in den deutschen Großstädten lässt nach wie vor zu wünschen übrig. Die Stickstoffdioxidbelastung lag im vergangenen Jahr über dem ab 2010 geltenden Grenzwert, und die Feinstaubwerte stiegen weiter an, wie das Umweltbundesamt (UBA) am Mittwoch in Berlin mitteilte. „Es ist zu befürchten, dass der neue Grenzwert auch 2010 an vielen Orten nicht eingehalten wird“, erklärte UBA-Präsident Jochen Flasbarth.

Das Umweltbundesamt wertete Luftmessstationen in ganz Deutschland aus. An 55 Prozent der 429 Messstationen in Städten oder Ballungsräumen lagen die Jahresmittelwerte der Stickstoffdioxidkonzentration über dem neuen Grenzwert von 40 Mikrogramm/Kubikmeter Luft, der seit diesem Jahr eingehalten werden muss. Stickstoffoxide werden von Autos sowie bei Verbrennungsprozessen in Industrie und Haushalten an die Luft abgegeben.

Auch bei den Feinstaubwerten kam das Bundesamt zu einer negativen Bilanz: Die bereits seit 2005 geltenden Grenzwerte wurden an vielen Ort regelmäßig überschritten. An 23 von insgesamt 408 Messstationen stellte das Bundesamt an 35 Tagen pro Jahr Konzentrationen über dem Grenzwert fest. An der Messstation Stuttgart Neckartor wurde zudem der vorgeschriebene Jahresmittelwert überschritten. Insgesamt war die Feinstaubbelastung im Jahr 2009 etwas höher als 2008. 

Das Bundesamt lobte die neuen Schutzmaßnahmen. Die Einrichtung von Umweltzonen sowie die Verschärfung der Anforderungen an Kaminöfen und andere Kleinfeuerungsanlagen seien hoch an der Zeit gewesen, sagte Flasbarth. © afp/aerzteblatt.de

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