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Sawicki muss gehen

Freitag, 22. Januar 2010

Köln/Berlin – Der Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Peter Sawicki, wird mit Ablauf seines Vertrages Ende August 2010 seine Aufgaben niederlegen. Das gaben der Stiftungsrat und Vorstand des am Freitag bekannt.

„Um die hervorragenden inhaltlichen Leistungen des Instituts nicht mit Diskussionen um ordnungsgemäße Verwaltungsabläufe zu belasten, halten Stiftungsrat und Vorstand die Fortsetzung der bisherigen Arbeit unter einem neuen Leiter ab 1. September 2010 für notwendig“, hieß es als Begründung.

In den vergangenen Wochen waren gegen Sawicki Beschuldigungen im Zusammenhang mit der Nutzung von Dienstwagen laut geworden. Dieser wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe kategorisch zurück. „Das ist alles konstruiert, und nichts davon ist wahr. Ich denke, dass man einen Vorwand sucht, um eine Änderung der Institutsleitung zu bewirken“, sagte er am Mittwochabend in einem ARD-Interview.

SPD und Grüne reagierten empört auf die Ablösung Sawickis. Die Bundesregierung habe die Personalentscheidung „maßgeblich” vorangetrieben und sich damit „zum Erfüllungsgehilfen der Pharmainteressen gemacht”, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles am Freitag in Berlin. Grünen-Chefin Claudia Roth kritisierte, mit Sawicki werde ein „ausgewiesener Kritiker der Pharmabranche mundtot” gemacht.

Einen „Neuanfang“ im IQWiG forderte unterdessen der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). „Wir setzen darauf, dass der personelle Neuanfang auch eine Besinnung auf den gesetzlichen Auftrag mit sich bringt. Und dieser heißt, dass das IQWiG eine Kosten-Nutzen-Bewertung nach internationalen Standards einführen soll“, erklärte Barbara Sickmüller, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des BPI. © hil/aerzteblatt.de

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