Hannover – Im niedersächsischen Stadthagen wurde heute der
erste Pflegestützpunkt des Landes eröffnet. Dieser informiert trägerunabhängig
über pflegerische, medizinische und soziale Angebote. „Für mehr als 240.000
Pflegebedürftige in Niedersachsen entsteht damit ein Angebot, das bestehende
Strukturen sinnvoll zusammenführt. Das Hilfe-Netz für die Betroffenen wird
dadurch noch bedarfsgerechter“, betonte Mechthild Ross-Luttmann,
Sozialministerin des Landes, bei der Eröffnungsfeier.
Im niedersächsischen Pflegestützpunkt-Modell arbeiten
Kommunen, Land und Pflegekassen gemeinsam daran Doppelstrukturen in der
Pflegeberatung zu vermeiden und pflegebedürftigen Menschen sowie ihren
Angehörigen neutrale und kostenlose Hilfe aus einer Hand anzubieten.
Der rechtliche Rahmen für die Errichtung von
Pflegestützpunkten in den Bundesländern war zum 2008 durch das
Pflegeweiterentwicklungsgesetz des Bundes geschaffen worden. Auf dieser
Grundlage war im Mai des vergangenen Jahres unter Moderation des Sozialministeriums
eine Rahmenvereinbarung zwischen den Pflegekassen, Krankenkassen und den
Spitzenorganisationen der Landkreise und kreisfreien Städte erzielt worden.
Gleichzeitig mit dem Pflegestützpunkt wurde auch das erste
Seniorenservicebüro im Landkreis Schaumburg seiner Bestimmung übergeben.
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