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Zerebralparese: Botox lindert Spastik

Dienstag, 26. Januar 2010

Dallas – Die American Academy of Neurology hat eine Leitlinie zur Behandlung der Spastik bei Kindern und Jugendlichen mit Zerebralparese veröffentlicht. Mittel der Wahl sind laut Neurology (2010; 74: 336-343) Injektionen mit dem Botulinumtoxin A.

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Ein Spastik ist per se kein Grund für eine Therapie, schreibt die Gruppe um Mauricio Delgado vom Southwestern Medical Center in Dallas, denn für einige Patienten ist es einfacher, sich mit den reflexhaft kontrahierten Muskeln zu bewegen, als nach einer gezielter temporärer Lähmung einzelner Muskeln durch die Injektion von Botulinumtoxin A.

Auch müssen die Patienten, wie bei allen medizinischen Therapien, die Risiken der Behandlung berücksichtigen. Delgado verweist darauf, dass die FDA derzeit einige Fällen von allgemeiner körperlicher Schwäche nach einer Injektionstherapie überprüft. Insgesamt stufen die Neurologen die Therapie mit dem Nervengift aber als sicher und effektiv ein (beides Level A).

Viele Alternativen stehen den Patienten ohnehin nicht zur Verfügung. Den Einsatz von Diazepam empfehlen die Neurologen bei Kindern und Jugendlichen allenfalls kurzfristig. Eine nachgewiesen Wirkung habe auch Tizanidin, ein zentral wirkendes Muskelrelaxans, das allerdings mit dem Risiko einer Lebertoxizität behaftet sei. Wirksamkeit und Sicherheit anderer Medikamente sind bei Kindern und Jugendlichen nach Ansicht der US-Neurologen nicht ausreichend untersucht. © rme/aerzteblatt.de

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