Frühzeitige Kombination von Antikoagulantien zeigt Wirkung nach Schlaganfall
Mittwoch, 27. Januar 2010
Berlin – Es ist weiterhin unklar, ob eine Kombination aus mehreren Thrombozytenfunktionshemmern nach einem Schlaganfall wirksamer ist als die Gabe nur eines Wirkstoffes.
Zu diesem Ergebnis kommen die Verfasser einer neuen Studie in Lancet Neurology (DOI: 10.1016/S1474-4422(09)70361-8). Sie gingen dabei auch auf bisherige Resultate einer weiteren Studie ein. Medikamente wie ASS, Dipyridamol oder Clopidogrel bewirken in der Frühphase nach einem Schlaganfall eine relevante Risikoreduktion von Folgeschäden.
Das sogenannte EARLY-Trial behandelte 543 Patienten 24 Stunden nach einem ischämischen Apoplex mit Thrombozytenfunktionshemmern. Die eine Hälfte wurde mit ASS alleine, die andere Hälfte mit einem Kombinationspräparat aus ASS und Dipyridamol behandelt. Danach wurde die Kombinationstherapie bei beiden Patientengruppen fortgeführt.
Zwar zeigten die Patienten mit ASS und Dipyridamol keine besonders höhere Wirkung, jedoch schätzen die Wissenschaftler den potentiellen Effekt als höher ein. Die verglichene Studie (FASTER-Studie) zeigte einen ähnlichen Trend zugunsten einer Kombination aus ASS und Clopidogrel.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie
registriert sein.
Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.