Berlin – Die Deutsche Hospiz Stiftung plädiert für einen gesetzlichen Mindestlohn in der Pflegebranche. „Würdige Pflege erfordert würdige Arbeitsbedingungen. Dazu gehört auch eine gerechte Bezahlung“, erklärt der geschäftsführende Vorstand der Patientenschutzorganisation, Eugen Brysch. Laut Berliner Zeitung soll am Freitag eine Findungskommission über Lohnuntergrenzen in der Pflegebranche entscheiden.
„Obwohl allein in der Altenpflege derzeit rund 15.000 Stellen unbesetzt sind und gute Chancen bestehen, eine Stelle zu finden, entscheiden sich zu wenige Schulabgänger für eine Ausbildung in diesem Bereich“, mahnt Brysch. Dies hänge auch damit zusammen, dass Pflegende unter enormem Druck stünden und großen körperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt seien.
Vor diesem Hintergrund ruft Brysch die Kommission auf, einen angemessenen Mindestlohn für Pflegekräfte festzusetzen. „Nach monatelangen Verzögerungen muss nun endlich ein zweckmäßiges Resultat her, das dazu beiträgt die anstehenden Aufgaben zu bewältigen“, fordert der Stiftungsvorstand. Dazu müsse auch die Politik ihren Teil beitragen.
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