Angebote für Drogenabhängige regional unterschiedlich
Mittwoch, 27. Januar 2010
Berlin – Die Substitutionsangebote für Drogenabhängige in Deutschland sind laut einer Umfrage sehr unterschiedlich. 32 Prozent der Betroffenen berichten allgemein von Schwierigkeiten, einen entsprechenden Arzt zu finden. In Süddeutschland haben 54 Prozent Probleme bei der Suche nach einem Substitutionsplatz.
Viele Suchtmediziner würden durch restriktive Richtlinien und bürokratische Hürden von einem solchen Therapieangebot abgehalten. Stöver hatte 152 Suchtmediziner, 200 Substitutionspatienten sowie 200 Drogenkonsumenten befragt.
Bundesweit befinden sich rund 72.200 Opiatabhängige in einer Substitutionsbehandlung. Zwar sei deren Zahl seit 2002 um mehr als 50 Prozent gestiegen, sagte Stöver. Jedoch erhielten damit nur 30 bis 50 Prozent der infrage kommenden Drogenabhängigen diese „lebenswichtige Therapie“.
Die Bundesärztekammer will im Februar überarbeitete Richtlinien zur Substitutionstherapie vorlegen. Ein Großteil der Befragten erhoffe sich von einer zu erwartenden Neuregelung Erleichterungen im Praxisalltag, sagte Stöver. Für alle Ärzte sind diese Leitlinien der Bundesärztekammer standesrechtlich verbindlich.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.