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Bahr: „Wir bieten den Dialog an, greifen Sie ihn auf“

Donnerstag, 28. Januar 2010

Berlin – Die schwarz-gelbe Regierung hat sich die Deregulierung des Arzneimittel­marktes auf die Fahnen geschrieben.

Nachdem der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestags­fraktion für den Bereich Gesundheit, Johannes Sing­hammer, in der vergangenen Woche ein dies­bezüg­liches Gesetz ange­kündigt hatte, hat der parlamentarische Staats­sekretär im Gesundheits­ministerium, Daniel Bahr, der Pharmaindustrie heute den Dialog angeboten.

„In diesem Jahr wollen wir den Arzneimittelmarkt neu ordnen“, erklärte Bahr auf dem 7. Berliner Dialog des Branchenverbandes progenerika. Es solle jedoch kein schnelles Kostendämpfgesetz geben. „Wir wollen eine ergebnisoffene Diskussion führen. Wir bieten den Dialog an, greifen Sie ihn auf“, forderte er die anwesenden Vertreter der Pharmaindustrie auf. 

Zurzeit gebe es einige Regelungen, die einander widersprächen. Im Gegensatz zur vergangenen Legislaturperiode sei heute jedoch die Überregulierung im Arzneimittelmarkt allgemein als solche erkannt.

„Wir brauchen weniger und dafür bessere Instrumente“, so Bahr. Zurzeit werde unter anderem darüber nachgedacht, eine Mehrkostenregelung einzuführen: „Warum sollen Patienten nicht das Recht haben, alle Medikamente zu bekommen, wenn sie dafür etwas mehr Geld bezahlen?“ Zurzeit müssen viele Patienten auf ein Arzneimittel eines anderen Herstellers umsteigen, weil ihre Krankenkasse mit diesem Hersteller einen Arzneimittel-Rabattvertrag abgeschlossen hat. © fos/aerzteblatt.de

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