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Ärzteschaft

Montgomery: Arztleistungen müssen sich nach Dringlichkeit richten

Donnerstag, 28. Januar 2010

Leipzig – Der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, wehrt sich im Streit um die Kassen-Zusatzbeiträge gegen Schuldzuweisungen aus der Politik. „Wir haben davor gewarnt, dass es zu diesen Zusatzbeiträgen kommen wird, wenn die Politik weiter ungebremst das Leistungsversprechen an die Menschen gibt“, sagte Montgomery der „Leipziger Volkszeitung“ vom Freitag.

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Ein Gesundheitssystem, das allen immer alles verspreche, werde zwangsläufig immer teurer. „Und weil alles versprochen wird, aber nicht gehalten werden kann, erfolgt die Rationierung im Stillen - durch Wartelisten für Behandlungen oder deren Verweigerung.“ Besser und ehrlicher wäre es, diese schleichende Rationierung transparent zu machen.

Zur Kostendämpfung forderte Montgomery eine Neuausrichtung der ärztlichen Leistungen nach Dringlichkeit. „Wir müssen mit allen Beteiligten eine Reihenfolge der Leistungsgewährung festlegen, damit die vorhandenen Mittel für diejenigen bereitstehen, die sie am nötigsten brauchen.“

Ärztliche Leistungen müssten sich allein nach Dringlichkeit und nicht nach dem Wünschenswerten richten. „Wir wollen, dass jeder Patient das bekommt, was er wirklich benötigt. Rationierung lehnen wir Ärzte strikt ab“, sagte Montgomery. © ddp/aerzteblatt.de

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