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Ausland

Hoffnung auf Impfstoff gegen Lepra

Freitag, 29. Januar 2010

Würzburg – Forscher aus China und Singapur haben möglicherweise den Schlüssel für einen Impfstoff gegen Lepra gefunden. Ihren Forschungen zufolge liegt es an sieben Genen, ob der Mensch gegen diese Krankheit immun sei, berichtet die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) in Würzburg.

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Anlass ist der Welt-Lepra-Tag am Sonntag. „Das wird auch helfen, die bereits von der DAHW geförderte Impfstoffentwicklung zu verbessern“, sagte der leitende medizinische Berater des Hilfswerks, Adolf Diefenhardt. 

Der Weg zu einem Impfstoff sei schwierig, da die Erforschung der Krankheit bisher fast ausschließlich von den Leprahilfswerken finanziert werde. „Was wir jetzt dringend benötigen, ist Interesse von Forschungsinstituten und Universitäten sowie öffentliche Gelder“, forderte Diefenhardt. Die meisten Erkrankten leben in Entwicklungs- oder Schwellenländern.

Weltweit sind im Jahr 2008 offiziell etwa 250.000 Menschen an Lepra neu erkrankt, wie die DAHW erklärte. Dies sei ein Rückgang von gut 9.000 Personen im Vergleich zu 2007. Die Hilfsorganisation rechnet damit, dass die Zahl der Neuerkrankungen doppelt so hoch ist. Die meisten Betroffenen leben in Indien und Brasilien. An den Folgen von Lepra, etwa sichtbaren Behinderungen, leiden rund vier Millionen Menschen.

Das 1957 als Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk gegründete DAHW unterstützt in diesem Jahr 241 Hilfsprojekte in 27 Ländern mit fast 10 Millionen Euro. © kna/aerzteblatt.de

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