München – Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) geht einem Pressebericht zufolge juristisch gegen Hamburgs Ex-Justizsenator Roger Kusch vor. Grund sei ein Foto des Ministers auf der Internetseite des im Januar von Kusch gegründeten Vereins „Sterbehilfe Deutschland“, berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“ vom Montag.
Unter dem Bild des Ministers heißt es, Rösler halte in bestimmten Situationen „die assistierte Selbsttötung für den richtigen Weg“. Der Minister geht nun nach Angaben eines Sprechers „gegen die Verwendung seines Fotos und einer ihm zugeschriebenen Äußerung“ vor. Rösler werde „für eine falsche Sache instrumentalisiert. Das werden wir nicht dulden“, zitierte „Focus“ den Sprecher des Gesundheitsministeriums.
In den vergangenen Jahren hatte Kusch in mehreren Fällen gegen Zahlung von mehreren tausend Euro Sterbewillige betreut. Das Hamburger Amtsgericht untersagte es ihm schließlich, Sterbehilfe zu leisten.
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