Seoul – Neurologen aus Südkorea haben erstmals die Folgen einer schweren obstruktiven Schlaf-Apnoe (OSA) auf das Gehirn sichtbar gemacht. Ihre Studie in Sleep (2010; 33: 235-241) zeigt einen ausgedehnten Rückgang grauer Hirnzellen in Groß- und Kleinhirn.
Ein OSA kann mit Gedächtnisstörungen, kardiovaskulären Erkrankungen, eingeschränkten exekutiven Funktionen (“Verstand”), und Dysregulationen im autonomen Nervensystem und der Atemkontrolle einhergehen. Dennoch sind auf den kernspintomographischen Aufnahmen (MRI) des Gehirns in der Regel keine Veränderungen zu entdecken.
Erst die optimierte voxelbasierte Morphometrie macht Schäden in der grauen Hirnsubstanz erkennbar. Es handelt sich um eine Software, die bei jedem Raumpunkt (Voxel) der MRI-Aufnahmen prüft, ob er zur grauen oder weißen Hirnsubstanz gehört. Damit werden auch subtile Schäden erkannt, die die Verteilung von weißer und grauer Hirnsubstanz innerhalb einzelner Kerngebiete (Nuclei oder Gyrus) betreffen, ohne deren Größe insgesamt zu verändern.
Genau dies zeigen die Aufnahmen von Seung Bong Hong und Mitarbeitern vom Samsung Medical Center in Seoul, die die MRI-Aufnahmen von 36 Patienten mit schwerer OSA (Apnoe-Hypopnoe-Index AHI: 52,5 und 31 gesunden Probanden gleichen Alters untersucht hat. Der AHI gibt die im Schlaflabor (Polysomnografie ermittelte Häufigkeit der „Atemaussetzer“ pro Stunde an. Die Grenze zur schweren OSA liegt bei 30 oder mehr.
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