Dienstag, 2. Februar 2010
Unicef startet große Impfkampagne in Haiti
Köln – Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat am Dienstag eine große Impfkampagne im Erdbebengebiet in Haiti gestartet. Mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation und der lokalen Behörden sollen rund 700.000 Kinder gegen gefährliche Krankheiten geimpft werden, wie das Hilfswerk am selben Tag in Köln mitteilte. Die Kinder erhalten Impfschutz gegen Masern, Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten. Die Kampagne startet in der Hauptstadt Port-au-Prince in den überfüllten und unhygienischen Notunterkünften, da dort das Krankheitsrisiko am größten ist. Bereits vor der Katastrophe waren viele Kinder in Haiti ohne ausreichenden Impfschutz. Im Streit um die Behandlungskosten für verletzte Haitianer in US-Krankenhäusern will die Regierung in Washington zusätzliche Mittel bereitstellen. Damit sollten die Bundesstaaten die Kosten für die Behandlung der Erdbebenopfer erstattet bekommen, teilten die US-Entwicklungsbehörde (USAID) und das Gesundheitsministerium am Montag mit. Das „Wohl des haitianischen Volkes“ sei oberste Priorität, erklärte USAID-Direktor Rajiv Shah. Die Flüge schwerverletzter Haitianer nach dem Erdbeben vor drei Wochen zur Behandlung in die USA waren einige Tage lang ausgesetzt worden, weil mehrere US-Bundesstaaten nicht bereit waren, für die Kosten aufzukommen. Der Gouverneur von Florida, Charlie Crist, hatte die Regierung in Washington um eine Kostenbeteiligung gebeten. Bei dem verheerenden Erdbeben am 12. Januar waren mindestens 170.000 getötet und zehntausende verletzt worden. Weite Teile Haitis wurden zerstört. © kna/afp/aerzteblatt.de Um Nachrichten kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden. |
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