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Politik

Deutsche gegen radikalen Kurswechsel im Gesundheitswesen

Freitag, 5. Februar 2010

Berlin – Eine Mehrheit der Deutschen lehnt einen grundlegenden Wechsel im Gesundheitssystem ab. 72 Prozent sind der Ansicht, das bestehende Gesundheitssystem sei „im Prinzip in Ordnung und müsste nur hier und da ein bisschen verändert werden“, ermittelte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend Februar. 27 Prozent sind hingegen der Meinung, dass „generell ein neues System“ gebraucht werde.

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Rund die Hälfte aller Deutschen ist mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zufrieden. Das zeigt eine repräsentative forsa-Umfrage unter 1.000 Versicherten im Auftrag der KKH-Allianz. Kritik an den Kassen kommt danach vor allem von der jüngeren Generation.

Laut Umfrage sind bei den 65- bis 70-Jährigen zwei Drittel mit dem heutigen GKV-System zufrieden, bei den 31- bis 44-Jährigen dagegen nur 43 Prozent. Jeder Sechste wünscht sich stattdessen eine Basisversorgung, um Beiträge zu sparen. Umgekehrt würde knapp jeder Dritte höhere Versicherungsbeiträge für eine Komplettabsicherung in Kauf nehmen.

Zusätzliches Geld ausgeben würden die Menschen am ehesten für Zahnbehandlungen. Das gaben 58 Prozent an. Es folgen Vorsorgeuntersuchungen (47 Prozent) und alternative Behandlungsmethoden wie Akupunktur oder Homöopathie (42 Prozent). Nur ein gutes Viertel würde dagegen zusätzlich Geld für Komfortangebote wie Einzelzimmer oder kürzere Wartezeiten ausgeben. Durchschnittlich würden die Versicherten maximal 25 bis 30 Euro monatlich extra für ihre Gesundheit aufwenden.

Kritik an den Krankenkassen gibt es aber laut dem ZDF Politikbarometer vom 29. Januar: Danach meinen 83 Prozent der Deutschen, die Krankenkassen sollten bei den Verwaltungskosten sparen. 25 Prozent sehen Einsparmöglichkeiten beim Honorar der Ärzte. © hil/aerzteblatt.de

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