Lübeck – Chirurgen am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein haben am Donnerstag einem 43-jährigen Patienten die Glandula submandibularis seines Bruders transplantiert. Nach Angabe der Klinik war es die weltweit erste Operation dieser Art.
Das Transplantat wurde nicht an seinen natürlichen Ort im Bereich des Unterkiefers verlegt, sondern in die Fossa temporalis. Von dort aus soll sie das Auge des Patienten befeuchten, der an einer schweren Keratoconjunctivitis sicca leidet. Die Lübecker Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie ist eine von wenigen Kliniken weltweit, die einen derartigen Transfer der Glandula submandibularis anbieten. Die Operation wurde dort erstmals 1994 durch Klinikleiter Peter Sieg durchgeführt.
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Bislang wurden alle Transfers autolog, also am Patienten selbst durchgeführt. Die am 4. Februar durchgeführte Operation war die weltweit erste allogene Transplantation von einem Menschen auf den anderen.
Der Eingriff erfolgte simultan an beiden Brüdern, um eine nur kurzfristige Unterbrechung der Blutversorgung der empfindlichen Speicheldrüse zu gewährleisten. Spender und Empfänger sind nach Angabe der Klinik wohlauf.
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