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Freitag, 5. Februar 2010
Neuer Malaria-Impfstoff mit ersten guten Ergebnissen

Baltimore – Die Entwicklung eines Malaria-Impfstoffes kommt langsam voran. Eine von der US-Armee entwickelte Vakzine hat in einer Phase 1-Studie in PLoS One (2010; 5: e9041) bei Kindern die langfristige Bildung von Antikörpern angeregt.

Der „RTS,S“-Impfstoff, der derzeit in sieben afrikanischen Ländern an rund 16.000 Kindern getestet wird, ist nicht die einzige Malaria-Vakzine. Zu den vielversprechenden Kandidaten gehört auch ein am Walter Reed Army Institute of Research in Silver Spring/Maryland entwickelter Impfstoff.

Während „RTS,S“ den Eintritt der Sporozoiten in die Leberzellen verhindert, soll die „FMP2.1“-Vakzine Merozoiten den Weg in die Erythrozyten versperren. Das Ziel ist die Induktion von Antikörpern gegen das apikale Membranantigen 1 (AMA1), das der Erreger für den Eintritt in die Erythrozyten benötigt.

Viele Malaria-Kranke bilden derartige Antikörper, um die Krankheit zu stoppen. In der Regel sind sie zu schwach. Hinzu kommt, dass es bei Plasmodium falciparum mittlerweile mehr als 300 AMA1-Varianten gibt.

Der neue Impfstoff „FMP2.1“ soll dennoch in der Lage sein, eine breite Immunantwort zu stimulieren. Er wurde zu diesem Zweck mit einem Wirkverstärker der Firma GlaxoSmithKline Biologicals (dem Hersteller von „RTS,S“) kombiniert.

In der ersten Studie unter Leitung von Christopher Plowe vom Howard Hughes Medical Institute in Baltimore erhielten in Mali 100 gesunde Kinder „FMP2.1“ oder mit einen Tollwut-Impfstoff (Kontrollgruppe). Die Kinder erhielten innerhalb von 2 Monaten drei Impfungen in drei unterschiedlichen Dosierungen. Alle Dosierungen steigerten die Konzentration der Antikörper um den Faktor 100 oder mehr, berichten die Forscher.

Die hohen Titer waren auch noch nach einem Jahr noch nachweisbar. Ob sie die Kinder vor einer Malariaerkrankung schützen, wurde nicht untersucht. Alle Impfungen wurden, bis auf gelegentliche Lokalreaktionen gut vertragen, so dass die Gruppe die Studie inzwischen mit der Impfung von 400 weiteren Kindern fortgesetzt hat. © rme/aerzteblatt.de

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