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Montag, 8. Februar 2010
Charité und Deutsches Herzzentrum Berlin eröffnen Marfan-Zentrum

Berlin – Zum Jahresbeginn hat das Marfan-Zentrum der Charité-Universitätsmedizin Berlin und des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB) seinen Betrieb aufgenommen. Das Marfan-Syndron ist eine genetisch bedingte systemische Besonderheit des Bindegewebes, die unter anderem zu Spinnenfingern, Wirbelsäulenverkrümmung, Aufspaltung der Aorta oder Schlotterlinse des Auges führen kann. Bundesweit sind rund 16.000 Menschen von der Erkrankung betroffen.

„Wer unter einem genetisch bedingten Marfan- Syndrom leidet, hat meist eine Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich, ehe er endlich einen Spezialisten für diese sehr seltene, aber unter Umständen tödliche Erkrankung findet“, heißt es aus dem DHZB.

Im neuen interdisziplinären Marfan-Zentrum wollen Charité und DHZB betroffenen Patienten eine zentrale Anlaufstelle für stationäre und ambulante Marfan-Behandlungen eröffnen. Das DHZB betreut derzeit rund 300 Marfan-Patienten.

 

 

© hil/aerzteblatt.de

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