Minneapolis – Der häufige Genuss von kohlensäurehaltigen Süßgetränken (Softdrink) war in einer prospektiven Kohortenstudie in Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention (2010; doi: 10.1158/1055-9965.EPI-09-0862) mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko auf ein Pankreaskarzinom assoziiert. Die Autoren halten eine Kausalität für plausibel.
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Der hohe Zuckergehalt von Softdrinks stellt eine Belastung für den endokrinen Pankreas dar. Er wird zur vermehrten Produktion von Insulin angeregt, dem eine fördernde Wirkung auf das Wachstum von Pankreaskrebszellen zugeschrieben wird, berichtet Mark Pereira von der Universität von Minnesota in Minneapolis.
Der Epidemiologe ist deshalb dem Einfluss von Softdrinks auf die Häufigkeit von Neuerkrankungen am Pankreaskarzinom nachgegangen. Die Singapore Chinese Health Study bot sich an, da die 60.524 Teilnehmer nach dem Konsum von Softdrinks befragt wurden, die in dem wohlhabenden Stadtstaat Ostasiens fast so beliebt sind wie in seiner Heimat.
Insgesamt 140 Teilnehmer erkrankten während der 14-jährigen Nachbeobachtungszeit an dem Krebsleiden, das zwar relativ selten ist, wegen der infausten Prognose aber einen relevanten Anteil an der Krebssterblichkeit hat.
Tatsächlich bestand eine Assoziation zum Konsum von Softdrinks. Chinesen, die zwei oder mehr Softdrinks pro Woche konsumierten, erkrankten fast doppelt so häufig wie Teilnehmer, die diese Süßgetränke nicht mögen (Hazard Ratio 1,87; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,10-3,15).
Bei dieser Zahl sind mögliche Störfaktoren berücksichtigt. Ob dies umfassend gelang, ist nach Einschätzung von Susan Mayne vom Yale Cancer Center in New Haven/Connecticut nicht ganz sicher. Liebhaber von Softdrinks haben häufig noch andere ungesunde Lebensgewohnheiten, die wie das Rauchen als Risikofaktor des Pankreaskarzinoms etabliert sind oder wie der reichliche Verzehr von rotem Fleisch als solche diskutiert werden.
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