Leicester – Britische und niederländische Forscher haben herausgefunden, warum manche Menschen früher altern. In Nature Genetics (2010; doi: 10.1038/ng.532) berichten sie, dass eine Genvariante auf dem Chromosom 3 mit einer beschleunigten Verkürzung der Telomere assoziiert ist.
Als Telomere werden die Endstücke der Chromosomen bezeichnet, die sich mit jeder Zellteilung verkürzen. Unterschreitet die Telomerlänge ein bestimmtes Maß, sind keine weiteren Zellteilungen mehr möglich, oder es kommt sogar zum Absterben der Zelle. Die Telomerlänge ist deshalb ein Zeichen der biologischen Alterung.
Die Telomerlänge kann in kernhaltigen Zellen, etwa den Leukozyten im Blut, gemessen werden. Die Gruppe um Nilesh Samani von der Universität Leicester hat bei 2.917 Personen die Telomerlänge mit dem Auftreten von Genvarianten an unterschiedlichen 500.000 Orten des menschlichen Genoms in Beziehung gesetzt.
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