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Dienstag, 9. Februar 2010
KV Hessen für neue Systematik bei Honoraren
Frankfurt – Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) fordert eine neue Verteilsystematik für ärztliche Honorare. „Es kann nicht sein, dass ein Arzt in Hamburg, Bremen oder Niedersachsen beziehungsweise in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen oder Sachsen mehr Geld für die gleiche Leistung erhält, als Ärzte in den übrigen Bundesländern“, kommentieren KVH-Vorstandsvorsitzende Margita Bert und Gerd Zimmermann die bisher vorliegenden Honorarergebnisse für das Jahr 2009. Danach herrschen in den einzelnen KVen gravierende Honorarunterschiede. 

„Der erweiterte Bewertungsausschuss hat bei seinen Vorgaben für 2009 die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel zu einem Ost-West- und Nord-Süd-Ausgleich verwendet und damit Gelder insbesondere aus den Süd-KVen in den Norden und Osten der Republik umgeleitet“, monieren die KVH-Chefs. Mit dem Ziel der versprochenen Anhebung der Ärztehonorare um zehn Prozent habe die Honorarreform 2009 augenscheinlich nichts zu tun.

„In Hessen sind diese zehn Prozent jedenfalls nicht angekommen“, kritisieren Bert und Zimmermann. Stattdessen zeige sich insbesondere im fachärztlichen Bereich in Hessen lediglich ein Honorarplus von einem Prozent. Auch im hausärztlichen Bereich erreiche die Steigerung mit maximal fünf Prozent gerade einmal die Hälfte der versprochenen und dringend notwendigen Verbesserung.
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