„Zum Wohle ihrer Patienten und im Sinne einer ganzheitlichen Medizin müssen
Internisten über ihr Fachgebiet hinaus blicken und den Austausch mit anderen
Fachärzten suchen“, betont der DGIM-Vorsitzende Jürgen Schölmerich vom
Universitätsklinikum Regensburg.
Ein Beispiel
für die Bedeutung ärztlicher Kooperation sei die Pharmakotherapie:
Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln verursachten viele Beschwerden gerade
bei älteren Patienten. „Ein intensivierter Austausch zwischen Internisten,
Pharmakologen aber auch anderen Facharztgruppen kann dazu beitragen, diese
unerwünschten Reaktionen zu vermeiden“, so Schölmerich.
Einen
intensiven fachübergreifenden Austausch unter anderen mit Pathologen fordere
auch die Behandlung von Krebserkrankungen. Eine Studie im New England Journal
of Medicine (2009; 360: 1408-1417) zeige, dass die molekularen Eigenschaften
eines Tumors wichtige Hinweise darauf lieferten, welche Chemotherapie einem
Patienten die besten Heilungschancen biete. „Interaktion und Kommunikation
zwischen den Fächern sind essenziell, um heutige medizinische Probleme zu
lösen", betont Schölmerich.
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