Washington – US-Ärzte dürfen den Lipidsenker Rosuvastatin jetzt offiziell auch Patienten verordnen, die gar keine erhöhten Cholesterinwerte haben. Die US-Arzneibehörde FDA hat die Indikation auf ältere Erwachsene ausgeweitet, die erhöhte Werte des C-reaktiven Proteins (CRP) sowie wenigstens einen weiteren kardiovaskulären Risikofaktor haben.
Die Indikation entspricht den Einschlusskriterien der
sogenannten JUPITER-Studie. Dies waren ein Alter von mindestens 50 Jahren bei
Männern und mindestens 60 Jahren bei Frauen, ein Anstieg des „High-Sensitivity“
oder hsCRP auf 2 mg/l oder höher und ein LDL-Cholesterin von weniger als 130
mg/dl.
Hinzugekommen ist noch die Bedingung, dass wenigstens ein weiterer
kardiovaskulärer Risikofaktor vorliegt, wie beispielsweise eine Hypertonie, ein
niedriges HDL-Cholesterin, Rauchen oder eine positive Familienanamnese auf eine
frühzeitige Herzerkrankung.
Diese Bedingung gründet sich auf eine Subgruppen-Analyse der Studie, nach der
die Vorteile der Behandlung auf Personen mit den erwähnten Risiken beschränkt
sind. Eine Bestimmung des hsCRP allein ist nach Ansicht der FDA nicht
ausreichend für eine Therapieentscheidung.
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