München – Eine Neurodermitis in der frühen Kindheit kann die psychische Verfassung im späteren Kindesalter beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommt eine prospektive Kohortenstudie im Journal of Allergy and Clinical Immunology (2010; 125: 404-410).
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Seit 1995 begleiten Forscher des Helmholtz-Zentrums München eine Gruppe von etwa 6.000 Kindern aus München und Wesel, die aufgrund einer positiven Familienanamnese ein erhöhtes Risiko auf allergische Erkrankungen wie die Atopische Dermatitis (Neurodermitis) haben.
Im Rahmen dieser “German Infant Study on the influence of Nutrition Intervention PLUS environmental and genetic influences on allergy development” wurde auch die mentale Entwicklung im Alter von zehn Jahren beurteilt.
Wie die Gruppe um Joachim Heinrich vom Helmholtz-Zentrum in München jetzt mitteilen, hatten Kinder, die als Säugling an einer Neurodermitis litten, im Alter von zehn Jahr zu 49 Prozent häufiger psychische Auffälligkeiten in einem Fragebogen zur kindlichen Entwicklung (Strengths and Difficulties Questionniare).
Emotionale Symptome wurden sogar zu 62 Prozent häufiger festgestellt. Die Ekzeme in den ersten Lebensjahren waren auch mit Verhaltensauffälligkeiten assoziiert. Bei Kindern, deren Neurodermitis über das Säuglingsalter hinaus bestand, wurden die psychischen Auffälligkeiten noch häufiger angetroffen als Kinder, die ausschließlich im Säuglingsalter an einer Neurodermitis litten.
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