Berlin – Eine Computertomografie (CT) schließt bei Patienten mit Verdacht auf eine koronare Herzkrankung diese genauer aus als ein MRT. Das berichten Radiologen der Charite in Berlin unter Leitung von Marc Dewey. Die Gruppe publizierte ihre Meta-Analyse in den Annals of Internal Medicine (2010; 152:167-177).
Laut den Forschern war sowohl die Sensitivität (97 Prozent) als auch die Spezifität (87 Prozent) der CT bezüglich der Erkennung von Stenosen der Koronararterien relevant höher als die der MRT (87 Prozent beziehungsweise 70 Prozent).
Ausgehend von insgesamt 3.804 recherchierten Publikationen in deutscher oder englischer Sprache schloss die Arbeitsgruppe 109 verwertbare Studien in die Meta-Analyse ein. Hierbei wurden in 89 Studien die CT und in 20 Studien die MRT bei insgesamt 7.516 beziehungsweise 989 Patienten durchgeführt und die Ergebnisse mit dem derzeitigen diagnostischen Goldstandard, dem Herzkatheter, verglichen.
Neben der Genauigkeit, bei der die CT besser abschnitt als die MRT, verglich das Team um Dewey auch die Qualität der eingeschlossenen Studien anhand von zwölf Kriterien. Demnach erfüllten nur 51 Prozent der CT-Studien und 40 Prozent der MRT- Studien mindestens acht der zwölf Kriterien. Die Qualität der Studien bewertet Dewey deshalb kritisch.
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