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Ärzteschaft

BÄK wehrt sich gegen zentrales Register für Behandlungsfehler

Dienstag, 16. Februar 2010

Berlin – Die Bundesärztekammer (BÄK) hat die Forderung des Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU) zurückgewiesen, Behandlungsfehler anonymisiert in einem zentralen Register zu sammeln.

„Unser Ziel ist und bleibt es, dass Ärzte ohne Angst über Pannen sprechen können, dass sie aus ihren Fehlern lernen“, sagte der BÄK-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe am Montag in Berlin. Nötig sei eine „systematische und auf Freiwilligkeit beruhende Aufarbeitung von Fehlern im Sinne einer Fehlervermeidungskultur“, so Hoppe.

Zöller hatte in einem Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung auch eine Reform der Schlichtungsstellen bei den Ärztekammern gefordert. „Da macht ein guter Kollege ein oder zwei Gutachten, und der Patient bleibt fast immer auf der Strecke“, sagte er.

In Zukunft möchte er einen Widerspruch gegen einen abschlägigen Bescheid der Schlichtungsstelle zulassen und den Schlichtungsstellen Fristen setzen. „Die bei den Ärztekammern eingerichteten Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen für Arzthaftungsstreitigkeiten haben sich bewährt“, erklärte dagegen Hoppe. In rund 90 Prozent der Fälle akzeptierten beide Parteien die Entscheidungen der Kommissionen.

Das Ressort von Bundesgesundheitsminister Phillip Rösler (FDP) steht dem Vorstoß ebenfalls skeptisch gegenüber. Ein Sprecher verwies darauf, dass ein Melderegister bisher in der Koalition nicht besprochen worden sei. „Wenn Behandlungsfehler besser verhindert werden sollen, geht das nur gemeinsam mit allen Beteiligten. Zumal: Ein Großteil der Behandlungen verläuft zur vollen Zufriedenheit der Patienten”, sagte der Sprecher in Berlin. © hil/aerzteblatt.de

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adonis
am Montag, 15. Februar 2010, 17:03

Guter Wille aber die Realität sieht wohl anders aus.

„Unser Ziel ist und bleibt es, dass Ärzte ohne Angst über Pannen sprechen können, dass sie aus ihren Fehlern lernen“. Das kann ich nur voll unterstützen, zumal auch der Patient es nicht als negativ empfindet, wenn man einen Fehler zugibt. Es kann viel Schaden vom Patienten ferngehalten werden und die Arzt-Patientenrelation wird besser. Nur weil die Haftpflicht evt nicht zahlt kommt es aber gerade hier zu Verwerfungen. Und das ist ein Kniefall vor der Versicherungswirtschaft. Wenn man etwas für die Patienten erreichen will, dann sollte man zuerst dies gesetzlich aufheben.
Allerdings bin ich aber auch der Meinung, dass man manche Kollegen aus dem Verkehr ziehen muss!!!

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