11.600 Todesfälle durch Schweinegrippe in den USA
Montag, 15. Februar 2010
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| dpa |
Atlanta – Die Epidemie der Schweinegrippe scheint in den USA endgültig zu verebben. Nach Schätzungen der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) könnten 11.600 US-Amerikaner an der Neuen Influenza H1N1 gestorben sein und damit dreimal weniger als bei der saisonalen Grippe.
Die genaue Zahl der Todesfälle, Erkrankungen und erst recht der Infektionen mit dem im April 2009 erstmals nachgewiesenen Grippevirus ist unbekannt. Die US-Behörde hat die regelmäßigen Tests bereits am 23. Juli aufgegeben. Damals waren genau 43.677 Erkrankungen labormedizinisch bestätigt worden.
Weitere Tests erschienen zu teuer und sinnlos, weil die Epidemie nicht mehr aufzuhalten war. Mit den den Tests wurde ohnehin nur ein Bruchteil der Erkrankungen, nach einer US-Studie nur einer von 73, erfasst. Und selbst in den Kliniken wurde nur einer von 2,7 Fällen der Neuen Grippe diagnostiziert, wie Epidemiologen im Dezember in Emerging Infectious Diseases 2009; 15: 2004-2007) berichteten.
Seither wird nur noch in 62 Bezirken (county) systematisch getestet und die Ergebnisse auf das Land hochgerechnet. Das ergibt eine gewisse Unsicherheit bei den Schätzungen. So sind bis 16. Januar 2010 zwischen 8.339 und 17.160 Menschen (Mittelwert 11.690) an der Neuen Grippe gestorben.
Darunter waren nur 1.480 Personen im Alter von 65 Jahren oder darüber, aber 8980 Personen im erwerbsfähigen Alter sowie 1.230 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die Zahl der Hospitalisierungen schätzt die CDC auf 257.000 Personen, die Zahl der Infizierten auf 57 Millionen US-Amerikaner.
Die Neue Grippe H1N1 war demnach wesentlich schwächer als eine saisonale Grippe, an der nach Angabe der Behörde in den USA jedes Jahre 36.000 Menschen sterben, davon 90 Prozent im Alter über 65 Jahre. Die meisten sterben dabei nicht an der Grippe selbst, sondern an den Komplikationen, etwa einer bakteriellen Pneumonie.
© rme/aerzteblatt.de
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