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Schmerzpatienten nur unzureichend versorgt

Mittwoch, 17. Februar 2010

Berlin – Die Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland könnte besser sein. Das belegt der gemeinsam von der DAK und der Grünenthal GmbH herausgegebene Versorgungsatlas Schmerz. Danach erhielt zwar der Großteil der Rückenschmerzpatienten im Jahr 2006 ein Schmerzmedikament, nur wenige nahmen jedoch eine ambulante oder stationäre multimodale Schmerztherapie, eine schmerzinduzierte Psychotherapie oder Rehabilitationsangebote in Anspruch.

„Es ist wichtig, bestimmte Schmerzpatienten rechtzeitig zu identifizieren“, betonte DAK-Vorstand Herbert Rebscher bei der Vorstellung des Schmerzatlasses in Berlin. Schließlich könne der Einsatz geeigneter Therapieoptionen helfen, einen schweren, meist chronischen Verlauf zu vermeiden und somit zu Kostenreduzierungen beitragen. Schließlich machen laut Versorgungsatlas Schmerzt allein die Rückenschmerzen je nach Typ circa 20 bis 30 Prozent der mittleren direkten Gesamtkosten aus.

„Dies zeigt, dass sich Maßnahmen zur Verhinderung von Schmerzchronifizierung in Kosteneinsparungen niederschlagen könnten“, folgert Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik in Bremen. Um eine adäquate Versorgung der Schmerzpatienten zu gewährleisten, sei es sinnvoll, interdisziplinär zusammenzuarbeiten. Wichtig sei, dass jeder Patient eine auf ihn abgestimmte Therapie erhalte.

Während bislang nur wenig Informationen über die Versorgungssituation von Schmerzpatienten in Deutschland vorlagen, will der neue Versorgungsatlas nun umfassende Rückschlüsse auf aktuelle Versorgungsstrukturen und Krankheitskosten der Schmerzpatienten ermöglichen. © hil/aerzteblatt.de

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