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Experten fordern einheitliche Messwerte für Blutzucker

Mittwoch, 17. Februar 2010

Stuttgart – Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG), die Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) und diabetesDE fordern einheitliche Verfahren zur Blutzucker-Selbstmessung. Bislang sind die dafür erforderlichen Messgeräte nach zwei unterschiedlichen Eichmethoden eingestellt. „Das kann zu Fehlern in der Diabetestherapie führen“, warnen die Experten.

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Demnach träten Probleme insbesondere dann auf, wenn Patienten mit mehreren Messgeräten ihre Blutzuckerwerte bestimmten. Die neue Initiative hat das Ziel, dass Diabetiker ihre Blutzuckerwerte vergleichen können, wenn sie mit mehreren Geräten messen oder ihr Messgerät austauschen.

Die heute verfügbaren Systeme zeigen laut DDG die Messergebnisse entweder auf Grundlage des Vollblutes oder des Blutplasmas. „Aufgrund der unterschiedlichen Konzentration der Zuckeranteile in Plasma oder Vollblut ergeben sich abweichende Ergebnisse“, so die Initiative.

Im Schnitt sei der Blutzuckerwert bei Plasmamessungen um elf Prozent höher als bei Vollblutmessungen. Diabetiker könnten jedoch häufig nicht erkennen, woraus ihre Messgeräte ihre Ergebnisse gewinnen. Dementsprechend hoch sei die Verwechslungsgefahr, warnen die Experten. „Die Blutzucker-Selbstmessung ist in den letzten Jahren immer besser geworden", betont Thomas Danne, Vorstandvorsitzender von diabetesDE und Präsident DDG.

Dabei müssten sich Patienten und Ärzte aber stets darüber verständigen, ob sich die vereinbarten individuellen Zielwerte auf Plasma oder Vollbluteichung beziehen. „Solange es noch beide Eichsysteme gibt, können die unterschiedlichen Messergebnisse mit verschiedenen Geräten zu Verwirrung und Verunsicherung führen“, so der DDG-Präsident. © hil/aerzteblatt.de

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