Berlin – Rund fünf Wochen nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine langfristige Unterstützung beim Wiederaufbau des Inselstaates angekündigt. So seien medizinische und Infrastruktur-Projekte in Höhe von 18 Millionen Euro vorgesehen, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters am Mittwoch in Berlin. Bei dieser Summe werde es angesichts der großen Schäden jedoch nicht bleiben.
Der Hilfseinsatz sei einer der größten Rotkreuz-Einsätze in der 150-jährigen Geschichte der Organisation, sagte Seiters. Nach offiziellen Angaben sind bei der Naturkatastrophe weit mehr als 200.000 Menschen ums Leben gekommen und Hunderttausende verletzt worden.
Nach der sofortigen Nothilfe gehe es jetzt um eine langfristige Unterstützung für einen Neubeginn, sagte Seiters. Mit zwölf Millionen Euro sollen zwei Drittel der Spenden in Projekte der Gesundheitsversorgung gehen. Das DRK werde für zwei Millionen Euro beispielsweise ein Krankenhaus in Carrefour bauen sowie das Gebäude der Blutbank neu errichten (1,2 Millionen Euro).
Dazu komme der Aufbau einer orthopädischen Betreuung, sagte der Leiter der internationalen DRK-Hilfsoperationen, Johannes Richert. Diese Arbeit sei langfristig angelegt, da Kinder und Jugendliche wegen ihres Wachstums jedes Jahr neue Prothesen bräuchten.
aerzteblatt.de |
Das Rote Kreuz ist nach eigenen Angaben derzeit mit rund 500 internationalen Katastrophenexperten in Haiti im Einsatz, unterstützt von Tausenden nationalen Rotkreuz-Kräften.
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