Washington – Die US-Arzneibehörde FDA hat Maßnahmen beschlossen, die eine unkritische Therapie von Krebspatienten mit erythropoetin-stimulierenden Substanzen (ESA) verhindern soll. Die Onkologen müssen sich registrieren lassen und die Patienten nachweislich über mögliche Risiken informieren.
Betroffen sind die Präparate Epogen, Procrit und Aranesp, die von Amgen hergestellt werden und zum Einsatz bei Krebspatienten zulassen sind. Bei Krebspatienten kommt es infolge des Tumorleidens oder als Nebenwirkung der Chemotherapie häufig zu einer Anämie, die durch die ESA gelindert werden kann.
Verschiedene Studien hatten in den vergangenen Jahren aber gezeigt, dass ESA das Tumorwachstum stimulieren und die Überlebenszeit der Krebspatienten verkürzen kann. Ebenfalls durch Studien belegt ist laut FDA ein erhöhtes Risiko von Herzinfarkten, Herzinsuffizienz, Schlaganfällen und Thrombosen.
Alles dies müssen die US-Onkologen ihren Patienten künftig vor Augen führen und ihnen eine detaillierte Informationsbroschüre vorlegen, bevor sie ESA zur Besserung der Anämiesymptome einsetzen dürfen. Entsprechende Auflagen enthält eine “Risk Evaluation and Mitigation Strategy” (REMS), die die FDA zusammen mit dem betroffenen Hersteller entwickelt hat.
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