Glasgow – Die Therapie mit Cholesterinsenkern aus der Gruppe der Statine begünstigt einen Typ-2-Diabetes mellitus. Das Risiko ist einer Meta-Analyse im Lancet (2010; doi: 10.1016/S0140-6736(09)61965-6) zufolge aber so gering, dass die British Heart Foundation keine therapeutischen Konsequenzen für notwendig erachtet.
Statine waren zuletzt in der JUPITER-Studie mit einem erhöhten Diabetesrisiko in Verbindung gebracht worden. In dieser Mega-Studie an 17.802 Patienten, die in den USA die Indikation der Statine auf Patienten mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko selbst bei normalen Cholesterinwert ausgeweitet hat, erkrankten unter der Therapie mit Rosuvastatin mehr Patienten neu an Diabetes als unter Placebo (3,0 vs. 2,4 Prozent nach 1,9 Jahren).
Dies war überraschend, da man von einer Cholesterin-Senkung eigentlich eine diabetespräventive Wirkung erwarten würde, was in einigen, aber nicht allen früheren Studien auch der Fall war. Insgesamt errechnet die Gruppe um Naveed Sattar und David Preiss vom Cardiovascular Research Centre der Universität Glasgow jetzt auf der Basis von 13 randomisierten kontrollierten Studien ein um 9 Prozent erhöhtes Diabetesrisiko (Odds Ratio 1,09; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,02-1,17).
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