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Arzneimittelmarkt weltweit vor erheblichen Umwälzungen

Dienstag, 23. Februar 2010

Waldems-Esch – Der Arzneimittelmarkt steht weltweit unter Druck. Neben der Preisdiskussion über innovative Medikamente muss sich die Pharmaindustrie zudem mit einer Vielzahl auslaufender Patente auseinandersetzen.

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Laut Angaben des Marktforschungsinstituts Insight Health verlieren noch in diesem Jahr 42 Substanzen ihren Patentschutz. Das entsprechende Umsatzvolumen betrage allein auf dem deutschen Markt mehr als eine Milliarde Euro.

Von den Patentausläufen seien unter anderem wichtige Substanzen betroffen wie Pramipexol zur Behandlung von Morbus Parkinson, Anastrozol zur Brustkrebstherapie und Losartan zur Behandlung des Bluthochdrucks. Allein diese drei Substanzen machten 2009 einen Umsatz von über 300 Millionen Euro (ApU) aus, so die Marktforscher. 2011 müsse die Pharmaindustrie mit einer ähnlichen Entwicklung rechnen.

„Dann läuft der Patentschutz für weitere 41 Substanzen aus, die hierzulande ein Marktvolumen von mehr als 800 Millionen Euro repräsentieren“, verweist Insight Health. Hierunter fallen ebenfalls umsatzstarke Substanzen wie Olanzapin, das hauptsächlich zur Behandlung schizophrener Psychosen eingesetzt wird, oder der Cholesterinsenker Atorvastatin. © hil/aerzteblatt.de

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kfuzzi
am Mittwoch, 24. Februar 2010, 15:49

Arme Pharma...

Da sollten wir uns aber Sorgen machen: Nachdem in 2009 die Arzneimittelhersteller exorbitant durch diverse Fachleute der Regierungsparteien, im Zuge der Bekämpfung der „Neuen Grippe“ subventioniert wurden, stehen jetzt also selbige vor massiven Umsatzeinbußen. Was wird passieren? Wird mit Entlassung gedroht oder gar einer Verlagerung der Produktion (wie unterschwellig schon von sorgenvoll von Söder angedeutet...) muss man gar auf einen neuen Erreger hoffen? Macht vielleicht gar eine Spende Sinn um evtl. einer zusätzlichen Kostendämpfung zu entgehen? Es kann doch nicht sein, dass eine derartig lobbyistisch befeuerte Branche Einbrüche zu verzeichnen hätte... Hier hat es natürlich anders zu sein (siehe zB. Novartis: Wirkstoff Everolimus/Nierenzellkarzinom und Preisanhebung Certican letzten Oktober um 16 % aufüber 14 T€). Wer glaubt, dass sich die Hersteller untereinander die Preise zerschießen, darf auch getrost wieder am 6. Dezember am Firmament nach dem Nikolaus und seinem Rentierschlitten Ausschau halten.

Bis neulich
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