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Medizin

Kontrastmittelverstärktes MRT hilfreich in der Arthritis-Diagnostik

Dienstag, 23. Februar 2010

Tübingen – Die kontrastmittelverstärkte Magnetresonanztomographie (MRT) könnte ein geeignetes Diagnoseverfahren darstellen, um zwischen rheumatischer Arthritis und psoriatischer Arthritis zu differenzieren. Dies könnte helfen, eine geeignete Therapieoption frühzeitig anzuwenden.

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Zu diesen Erkenntnissen gelangten Forscher um Nina Schwenzer von der Universität Tübingen. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift American Journal of Roentgenology (DOI:10.2214/AJR.09.2671).

Rheumatische Arthritis ist eine langfristige Erkrankung, die zu Entzündungen der Gelenke und Umgebungsgewebe führt. Psoriatische Arthritis hingegen ist ein Symptom der Schuppenflechte der Haut und ist normalerweise auf Knie oder Knöchel beschränkt.

„Klinisch kann es schwierig sein, psoriatische Arthritis von rheumatischer Arthritis zu unterscheiden, weil die Symptome von beiden Krankheiten ähnlich sind und die diagnostischen Tests, die zurzeit verfügbar sind, um zwischen psoriatischer und rheumatischer Arthritis zu unterscheiden nicht immer ausreichend sind“, sagte Schwenzer.

Die aktuelle Studie schloss 45 Patienten ein, davon 31 mit rheumatischer Arthritis und 14 mit psoriatischer Arthritis. Ihre Arthritis-Formen wurden mithilfe eines kontrastmittelverstärkten MRTs dargestellt. Gewöhnlich sei man nicht im Stande, einen Unterschied länger als 15 Minuten nach Kontrastmittelgabe zu sehen, so Schwenzer.

„Unsere Studie offenbart eine bedeutende Differenz zwischen jenen Patienten mit rheumatischer und psoriatischer Arthritis auch 15 Minuten nach der Perfusion“, sagte Schwenzer. Das therapeutische Management, einschließlich des Medikaments und der Therapie-Überwachung, müsse an jeden Arthritis-Typ individuell angepasst werden und erfordere ein schnelles Erkennen der Erkrankungsform. Das schnelle Stellen einer Diagnose rücke durch das kontrastmittelverstärkende MRT in greifbare Nähe, sagten die Wissenschaftler.

Da es sich bei der Studie jedoch nur um eine kleine Gruppe von Patienten handelte, seien weitere Studien vonnöten, um die Relevanz des kontrastmittelverstärkenden MRTs zu bestätigen. © hil/aerzteblatt.de

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