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Die Auswertung, die Kirsten Wisborg von der Universität Arrhus und Mitarbeiter jetzt vorlegen, unterstützen diese Interpretation jedoch nicht. Die Inzidenz von Totgeburten betrug bei Frauen, die durch IVF oder ICSI schwanger wurden, 16,2 auf 1.000 Schwangerschaften.
Sie war damit viermal so hoch wie bei fertilen Frauen (3,7/1000). Dagegen war die Inzidenz bei subfertilen Frauen, definiert als Kinderwunsch von mehr als 12 Monaten bis zur Schwangerschaft, mit 5,4/1.000 nicht signifikant erhöht.
Es bleibt natürlich möglich, dass Frauen, die eine IVF/ICSI in Anspruch nehmen, aufgrund einer besonders ausgeprägten Subfertilität häufiger eine Totgeburt erleiden, räumt Wisborg ein. Dieses Argument wird allerdings relativiert durch die sehr niedrige Inzidenz der Totgeburten von 2,3/1.000 in der Gruppe, die dank einer Non-IVF-/ISCI-Technik schwanger wurden.
Da die Analyse auf Einzelschwangerschaften beschränkt ist, scheidet auch die bei der IVF-/ICSI häufige Mehrlingsschwangerschaft als Erklärung aus. Dies gilt nach Ansicht der Autorin auch für Schwangerschaften mit „vanishing twin“: Bei bis zu 10 Prozent aller IVF-Behandlungen soll einer der beiden Zwillinge im Verlauf der Schwangerschaft „verschwinden“.
Eine Multivariat-Analyse hat Alter der Schwangeren, Body-Mass-Index, Ausbildungsniveau, Rauchen, Alkohol und Kaffee als mögliche Erklärungen ausgeschlossen.
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