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Medizin

Unerwartete Ereignisse bleiben länger im Gedächtnis

Freitag, 26. Februar 2010

Bonn – Das Belohnungszentrum unseres Gehirns spielt offenbar nicht nur bei Belohnungen, sondern auch bei unerwarteten Ereignissen eine gewichtige Rolle. Das stellten Wissenschaftler unter der Leitung von Nikolai Axmacher in einer kürzlich präsentierten Studie fest, die im Magazin Neuron (doi: 10.1016/j.neuron.2010.02.006) publiziert wurde.

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Wesentliches Ergebnis der Untersuchungen war, dass dabei der für die Belohnung zuständige Nucleus accumbens mit dem für das Gedächtnis bekannten Teil des Hippocampus interagiert. Nachdem der Hippocampus das Ereignis mit der Erwartung prüft, schüttet der Nucleus accumbens Dopamin aus. Rückwirkend auf das Gedächtniszentrum bestimmt schließlich die Dopaminmenge, wie lange das Ereignis im Langzeitgedächtnis bleibt.

Ein kausaler Zusammenhang zwischen Gedächtnis und Belohnung ist schon länger bekannt. Dieser Effekt fand nach Angaben der Wissenschaftler aber bisher noch keine detaillierte Erklärung.

Neuartig an dieser Studie waren auch die Messmethoden: Patienten, denen zu Zwecken einer Epilepsie- oder Depressionsbehandlung Elektroden eingesetzt worden waren, sahen mit bestimmter Häufigkeit Bilder mit verschiedenfarbigem Hintergrund. Über die Elektroden beobachteten die Wissenschaftler ein stärkeres Signal bei solchen Bildern, die nur selten und damit unerwartet erschienen. © hil/aerzteblatt.de

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