Aus Arbeitgebersicht lassen derartige Solidaritätsvorhaben (hier das Abkoppeln der Arbeits- von den Gesundheitskosten) der Koalitionspartner, sicherlich die Unter-nehmerherzen höher schlagen. Solidarität ist, wenn das Management in diesem Lande davon profitieren wird. Die Middelhoffs unserer Zeit, egal ob bei Banken, im Handelsgeschäft, im Baugewerbe, in der Automobil- und Telekommunika-tionsbranche (ja wo eigentlich nicht) bedürfen der Solidarität der Arbeitnehmer, damit die freie Marktwirtschaft weiter expandieren kann. Denken wir nach... Vodafone und Abfindungen, Karstadt und Quelle, Siemens und seine Schmiergeldaktionen, Energiekartelle und ihre Aufsichtsräte, Porsche und Opel, HypoRE, U-Bahnbau, Kommunenfilz, Datenklau und Ankauf, etc. Es darf beliebig ergänzt werden. Natürlich ist hier Solidarität des Arbeitnehmers gefragt. Er muss seinen Arbeitgeber unterstützen. Ein Arbeitsplatz kostet eben... Ist dieses alles KEINE organisierte Verantwortungslosigkeit? Die orientierungslose Michbauernpartei treibt keine Klientelpolitik? Sie schürt keine Neiddebatte? Was wollen sie mehr als den ledergeschürzten Hintern zu retten... um wieder „absolut“ zu werden und als Wiesn-Partei die Geldsäcke dieses Landes für eigene Interessen o´zapfen zu können. Waren es nicht zuletzt „Manager“ dieser Partei die sich innerhalb der Bayern LB verwirklicht haben? Heftet der oberste Bürokratiebeauftragte nicht gerade Brüssel ab? Äh, äh, I hör nix? Wenn er dort fertig ist: Im Gesundheitswesen ist Vollbeschäftigung; nur ich glaube nicht, dass er für das von Söder angeprangerte Gehalt eines Kassenchefs auch nur ein halbes Jahr arbeitet... Ich glaube aber, dass es den mündigen und aufgeklärten Versicherten nicht gibt. Den Patienten schon eher... aber anders ist die Negierung, sowohl der ihn direkt als auch indirekt betroffenen Themen nicht zu erklären. Offensichtlich haben noch nicht einmal die Kassen selbst ein Interesse ihrem Versicherten zu erklären, wo die ihnen anvertrauten Beiträge verwurstet werden. Bei dem ganzen Geschreie der Kollegen nach mehr Gerechtigkeit im RLV, bei dem Getue ob der abgesenkten GÖÄ für BASIS-PKV-Versicherte (12.300 im Bundesgebiet; hoppla welch ein Volumen), bei Montgomerys Gesäusel, zuerst die wesentlichen Dinge zu regeln und nicht, dass Phillip sich verzappelnd die betriebswirtschaftlich ausgefeilte GOÄ-Reform vergisst, bei Hoppes gebetsmühlenartig vorgetragener Priorisierung, bei Köhlers Lobeshymnen auf das eigene, grandiose Verhandlungsgeschick, bei dem Geheul der KV´n, nunmehr die Budgets bereinigen zu müssen, können wir vielleicht auch froh darüber sein.
Also: Entkopplung der Gesundheit von den Arbeitskosten. Basta. Rente mit 70. Basta. Priorisierung und Rationalisierung bei medizinischen Leistungen, damit wieder alle mehr Zeit haben, auch das Geld auszugeben, welches der Versicherte ja zur Verfügung stellen will. Basta. Weg mit den unzeitgemäßen Budgetdeckeln. Basta. Abschaffung der Industrie bei vollem Lohnausgleich. Jawohl. Übrigens, bemerkenswert: Jeder in Europa wusste, dass der Beitritt Griechenlands zur EU (nicht zuletzt aufgrund der fiskalischen Begeisterungsfähigkeit und der uneingeschränkten Arbeitsfreude dieser Menschen) ein Risiko birgt, von wirtschaftlichen, infrastrukturellen und kulturellen Unterschieden ganz zu schweigen. Jetzt wird darf sich offiziell gewundert werden, dass sich die Buchprüfer der EU wohl eher mythologisch durch die Werte des Landes gearbeitet haben. Ob wir uns auch wundern, wenn der Beitragszahler mal nicht mehr will/kann? Verzicht auf Zahnersatz ist dann nur der Anfang...
Bis neulich



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