Beer-Sheva – Eine Reduktionsdiät hat in einer randomisierten Studie in Circulation (2010, doi: 10.1161/CIRCULATIONAHA.109.879254) nicht nur das Körpergewicht gesenkt. Es kam auch zu günstigen Auswirkungen auf Blutdruck und Fettstoffwechsel. Innerhalb von zwei Jahren bildeten sich atherosklerotische Veränderungen in der Arteria carotis zurück.
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In der Dietary Intervention Randomized Controlled Trial (DIRECT) waren adipöse Angestellte mittleren Alters (Durchschnitt 51 Jahre, BMI 30) des israelischen Nuklear-Forschungszentrum in der Negev-Wüste auf drei unterschiedliche Diäten randomisiert worden.
Dies waren einmal die von der American Heart Association empfohlene fettarme Diät, die sich aber als weniger effektiv erwies als die von vielen Kardiologen derzeit bevorzugte Mittelmeerkost (mit viel Obst und Gemüse) oder die kohlenhydratarme Atkins-Diät. (Die Atkins Research Foundation war einer der Sponsoren der Studie.)
Unter den beiden Diäten nahmen die Teilnehmer im Durchschnitt fast 5 kg ab, was sicherlich an der guten Compliance lag: Im ersten Jahr hielten sich 95 Prozent und im zweiten Jahr noch 85 Prozent an die Vorschriften. Die abgeschiedene Lage der Forschungsstätte und die sorgfältige Instruktionen der Ehepartner mag hier geholfen haben.
Der Lohn der Mühe war nicht nur eine schlankere Figur. In einer früheren Publikation hatte die Gruppe um Iris Shai von der Ben-Gurion Universität in Beer-Sheva berichtet, dass das HDL-Cholesterin ansteigt und die Triglyzeride zurückgingen (NEJM 2008; 359: 229-41). Inzwischen ist klar, dass auch der Blutdruck gesenkt wird.
Jetzt liegen die Ergebnisse einer Untergruppe von 140 Teilnehmern vor, bei denen die Veränderungen an der Halsschlagader mittels Ultraschalluntersuchungen beobachtet wurden. Die Ergebnisse sind durchaus beeindruckend: Die Intima-Media-Dicke ging um 1,1 Prozent zurück.
Beim Wandvolumen der Intima (Intima vessel wall volume, VWV), der Sitz der atherosklerotischen Plaques, wurde sogar ein Rückgang um 5 Prozent registriert – wobei es keine Rolle spielte, welcher der drei Diäten die Teilnehmer zugeordnet worden waren.
Nicht bei allen Teilnehmern bildete sich die Atherosklerose zurück. Wenn es aber zu einer Verbesserung kam, dann war diese meist mit vorteilhaften Entwicklungen bei den etablierten Risikofaktoren assoziiert: Die Gewichtsreduktion war größer (5,3 vs. 3,2 kg bei Patienten ohne Regression der VMV), der Rückgang des systolischen Blutdrucks ausgeprägter (6,8 vs. 1,1 mmHg) und auch die Laborwerte von Homozystein und Apolipoprotein A1 (Bestandteil des HDL-Cholesterins) besserten sich.
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