Fußballstadien auf kardiale Notfälle schlecht vorbereitet
Mittwoch, 3. März 2010
dpa
Göteborg – Der plötzliche Herztod eines Fußball-Profis löst in der Regel ein starkes Medieninteresse aus. Die meisten Todesfälle gibt es einer Studie im European Heart Journal (2010; doi: 10.1093/eurheartj/ehq006) jedoch auf den Zuschauerrängen. Die Umfrage in 187 Stadien ergab auch: Nur wenige Stadien sind ausreichend mit automatischen externen Defibrillatoren (AED) ausgerüstet.
Anzeige
In den USA sind AED in den großen Sportarenen Pflicht. In Europa sind sie zwar bereits in 72 Prozent der Fußballarenen vorhanden, doch ein fortgeschrittenes Trainingsprogramm für die Angestellten gibt es nur in 26 Prozent der von Mats Borjesson untersuchten Stadien aus zehn europäischen Ländern (keine deutsche Beteiligung).
Immerhin 64 Prozent gaben an, dass es schriftliche Anweisungen gebe und 65 Prozent hatten Mitarbeiter kurz eingewiesen. Borjesson, Mannschaftsarzt beim schwedischen Erstligisten GAIT (Göteborgs Atlet- och Idrottssällskap) und Mitglied der European Association of Cardiovascular Prevention and Rehabilitation, hält das für nicht ausreichend.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.