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Amnesty ruft zu Kampf gegen Genitalverstümmelungen auf

Donnerstag, 4. März 2010

Brüssel – Amnesty International hat die EU zu verstärktem Einsatz gegen weibliche Genitalverstümmelung aufzurufen. Nötig seien konkrete Aktionen nicht nur auf nationaler, sondern auch auf EU-Ebene, sagte Kampagnendirektorin Christine Loudes am Donnerstag in Brüssel. Zusicherungen der neuen EU-Kommissarinnen für Justiz, Viviane Reding, und Inneres, Cecilia Malmström, nannte sie ermutigend. 

Die Menschenrechtsorganisation verlangte, die EU müsse verlässliche Daten darüber sammeln, wie häufig weibliche Genitalverstümmelung in der EU vorkomme. Den betroffenen Frauen müsse angemessene und leicht zugängliche medizinische Hilfe geboten werden. Notwendig seien weiter Schutzmechanismen, um Gewalt gegen Frauen und Kinder einzudämmen.

Darüber hinaus müssten auch in den Asylrichtlinien die Regelungen für Frauen, die von Genitalverstümmelung bedroht seien, klarer formuliert werden. Schließlich müsse die EU auch in ihrer Entwicklungszusammenarbeit das Thema entschiedener zur Sprache bringen. © kna/aerzteblatt.de

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