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HbA1c-Wert zeigt Diabetesrisiko an

Donnerstag, 4. März 2010

Baltimore – Durch die einmalige Bestimmung des HbA1c-Werts kann bei Gesunden das Diabetesrisiko abgeschätzt werden. Dies geht aus einer prospektiven Kohortenstudie im New England Journal of Medicine (NEJM 2010: 362: 800-811) hervor.

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In den Jahren 1990-92 war bei 11.092 Teilnehmern der Atherosclerosis Risk in Communities oder ARIC-Studie eine Blutprobe entnommen und später tiefgefroren worden. Elizabeth Selvin und Mitarbeiter an der Bloomberg School of Public Health in Baltimore haben fast zwei Jahrzehnte später in den archivierten Proben den HbA1c -Wert bestimmt.

Sie entdeckten nicht nur eine exponentielle Korrelation zwischen dem HbA1c -Wert und der späteren Wahrscheinlichkeit an einem Typ-2-Diabetes mellitus zu erkranken. Erhöhte HbA1c -Werte gingen auch mit einer erhöhten Inzidenz von der Koronaren Herzkrankheit und des Schlaganfalls einher, zwei wichtigen Folgeerkrankungen des Diabetes. Im begrenzten Ausmaß sagte der Test auch die Sterbewahrscheinlichkeit voraus.

Als normal zu bewerten sind nach der Studie HbA1c -Werte zwischen 5 und 5,5 Prozent, die bei etwa der Hälfte der Teilnehmer (Durchschnittsalter 57 Jahre) vorlagen. Schon bei einem Wert von 5,5 bis 6 Prozent steigt das Diabetesrisiko in den folgenden 15 Jahren um 86 Prozent an. Das Risiko für eine koronare Herzkrankheit nahm um 23 Prozent, das Schlaganfallrisiko (nicht signifikant) um 17 Prozent zu (laut Model 2a der Studie).

Bei einem HbA1c -Werte von 6 bis 6,5 Prozent erkrankten die Teilnehmer in den folgenden 15 Jahren 4,5-fach häufiger an einem Diabetes. Die Hazard Ratios für die koronare Herzkrankheit und Schlaganfall betrugen 1,78 und 2,22. Auch das Sterberisiko war um 59 Prozent erhöht.

Die Hazard Ratios für einen HbA1c-Wert von mehr als 6,5 Prozent sind heute nicht mehr von Belang, da in diesem Bereich nach den kürzlich veröffentlichten Kriterien der American Diabetes Association ein Typ-2-Diabetes mellitus vorliegt. © rme/aerzteblatt.de

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