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Ärzteschaft

Kliniken in Westfalen-Lippe arbeiten effizient

Freitag, 5. März 2010

Münster – Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) wehrt sich gegen den Vorwurf, die Strukturen in den Krankenhäusern der Region seien ineffizient. Zuvor hatte die AOK Westfalen-Lippe gefordert, die hohe Zahl der Krankenhausbetten in der Region zu reduzieren.

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„Die AOK-Aussagen gefährden die Patientenversorgung und sind schädlich für den Arbeitsmarkt Gesundheit“, warnt ÄKWL-Präsident Theodor Windhorst vor einem Abbau von Klinikbetten. Eine gut ausgestattete Krankenhauslandschaft diene nicht nur als wichtiger Versorgungspuffer in Notzeiten, sondern auch als Jobmotor im Gesundheitswesen. Laut AOK liegt Westfalen-Lippe mit 709 Krankenhausbetten pro 100.000 Einwohner deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 613 Betten.

„Wer mit der Statistik-Schere daran geht, die Bettenzahlen radikal zu beschneiden, geht einen falschen und gefährlichen Weg“, sagt Windhorst. Die 59.000 Klinikbetten in Westfalen-Lippe seien 2008 zu 76,5 Prozent ausgelastet gewesen. Der Bundesdurchschnitt lag gleichzeitig bei 77,4 Prozent. „So schlecht sind wir also gar nicht, wenn man berücksichtigt, dass wir eine Flächenregion sind und eine höhere Morbidität haben als der Bund“, so der Kammerpräsident.

Gleichzeitig verweist er auf den im Ländervergleich niedrigen Landesbasisfallwert Westfalen-Lippes. „Das spricht doch eher für eine hohe Effizienz in unseren Kliniken“, sagt Windhorst. Zudem habe ein Gutachten der Beratungsgesellschaft für angewandte Systemforschung festgestellt, dass die NRW-Bevölkerung um 8,6 Prozent häufiger von Krankheiten betroffen ist als der Durchschnitt der übrigen alten Bundesländer, die Kliniken im Land aber unterdurchschnittlich wenig Personal beschäftigen. „Dann von Ineffizienz zu sprechen, ist schon hanebüchen“, so Windhorst. © hil/aerzteblatt.de

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