Bochum – Herzspezialisten des Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikums Bergmannsheil haben dem 100. Patienten eine neue Herzklappe ohne offene Operation mittels Katheter eingesetzt. Damit gehört die Klinik deutschlandweit zu den zehn führenden Herzzentren in der Anwendung dieses Verfahrens.
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„Gerade für ältere Patienten stellt die neue Behandlungsmethode gegenüber der herkömmlichen Herzoperation eine erhebliche Verbesserung dar, weil sie mit wesentlich geringeren Belastungen für den Patienten durchgeführt werden kann“, erklärt Waldemar Bojara, Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie des Bergmannsheil.
Denn der chirurgische Einsatz einer Ersatzklappe erfolgt am offenen Herzen. „Früher blieben etwa ein Drittel der älteren Patienten unbehandelt, weil man bei ihnen das Risiko einer Operation als zu hoch einstufen musste“, sagt Bojara. Das neue Verfahren hingegen erfordere nur einen winzigen Schnitt in der Leiste. Darüber führen die Kardiologen die Ersatzklappe mit einem Katheter in die Beinarterie ein und implantieren sie im Herzen.
„Der besondere Clou dieser Methode besteht darin, dass die Herzklappe auf eine Größe von wenigen Millimetern zusammengefaltet ist“, erklärt Bojara. Erst an ihrem Bestimmungsort werde sie entfaltet und eingesetzt.
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