Baierbrunn – Frauen verfassen einer Umfrage zufolge häufiger eine Patientenverfügung als Männer. Jede fünfte Befragte in Deutschland habe danach bereits festgelegt, welche medizinischen Maßnahmen ergriffen oder unter unterlassen werden sollen, wenn sie ihren Willen nicht mehr kundtun kann. Wie die am Montag in Baierbrunn veröffentlichte Erhebung der GfK Marktforschung Nürnberg weiter ergab, ist es dagegen bei den Männern nur jeder sechste.
Vor allem bei den 50- bis 59-Jährigen werde der Geschlechterunterschied deutlich. Nur 10,9 Prozent der Männer in dieser Altersstufe hätten eine Patientenverfügung verfasst, bei den Frauen seien es dagegen fast doppelt so viele. Auch bei den 60- bis 69-Jährigen gebe es noch deutliche Differenzen.
Mit 30,8 Prozent seien die Frauen in dieser Altersklasse weiter in der Mehrheit. Erst bei den Ab-70-Jährigen herrsche dann Gleichstand. Knapp vier von zehn Frauen und auch genau so viele Männer hätten für den schlimmsten Fall Vorkehrungen getroffen.
Für die repräsentative Umfrage im Auftrag der „Apotheken Umschau“ befragte die GfK Marktforschung Nürnberg 1.973 Personen ab 14 Jahren. Darunter waren 1.016 Frauen und 957 Männer.
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