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Seehofer schlägt im CSU-Streit versöhnliche Töne an

Montag, 8. März 2010

München – Im CSU-internen Streit um die Gesundheitsreform hat Parteichef Horst Seehofer am Montag versöhnliche Töne eingeschlagen. „Der Streit der vergangenen Woche ist wieder Geschichte. Unsere Leute wollen, dass wir nach vorne schauen und nicht nach hinten“, sagte der bayerische Ministerpräsident vor einer CSU-Vorstandssitzung in München. Seehofer betonte, dass die CSU nun deutlich machen müsse, wofür sie stehe.  

CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich wich hingegen nicht von seiner Kritik an den Parteifreunden in München ab. „Ich habe dem nichts hinzuzufügen, aber auch keine Abstriche zu machen, sondern warte auf die Selbstheilungskräfte der CSU“, sagte Friedrich in München.

Friedrich hatte sich in der vergangenen Woche über Störfeuer aus München hinsichtlich der von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) geplanten Kopfpauschale beschwert und kritisiert, dass die Stimmen von „nicht zuständigen Politikern aus dem Süden des Landes“ das Klima in der Koalition belasteten. Seehofer bezeichnete Friedrichs Aussagen daraufhin als „bodenlosen Unsinn“ und „völlig überflüssig“.  

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Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) versuchte am Montag ebenfalls, die Wogen zu glätten: „Man darf um die genannten Themen auch mal ringen und streiten“, sagte der CSU-Politiker. Am hilfreichsten seien Impulse jedoch dann, wenn man sie intern gebe und nicht laut dröhnend öffentlich anspreche.

Auch Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU), der zuletzt wegen seiner Kritik an der Gesundheitskommission der Bundesregierung auch innerhalb der CSU heftig angegangen wurde, warb um Geschlossenheit. Er forderte jedoch von seinen Parteikollegen in Berlin, dass sie „bayerische Interessen vertreten und nicht in Bayern Berliner Interessen“. © afp/aerzteblatt.de

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